Elling - Nicht ohne meine Mutter - Filmkritik
| Originaltitel: | Mors Elling |
| Land (Jahr): | Norwegen (2003) |
| Genre: | Comedy, Drama |
| Filmlänge: | 78min |
| Regie: | Eva Isaksen |
| Kamera: | Rolv Håan |
| Produktion: | Dag Alveberg |
| Prod-firma: | Maipo Film- og TV Produksjon |
Mama-Söhnchen im Dauerstress
«Mors Elling» ist das Prequel zur wunderbar schrägen norwegischen Schwerenöter-Komödie «Elling», die 2001 zum Grosserfolg wurde. Leider reisst der Nachschlag nicht vom Hocker.
Aller guter Dinge sind drei sagt, der Volksmund. Leider sagen sich das manchmal auch Menschen, die mit Filmen Geld machen wollen. Und drehen dann miserable Sequels zu einem Film, der gut Kasse machte. So auch im Falle von «Elling», der wunderbar schrägen Komödie aus Norwegen. Man erinnert sich: Elling (Per Christian Ellefsen), der Titelheld, wird ins Heim verfrachtet, weil er nach dem Tod seiner Mutter nicht fähig ist, alleine zu leben. In bester «Dick & Doof»-Manier spielten sich Ellefsen und sein Schauspielerfreund Sven Nordin als hünenhaft-kindlicher Kjell Bjarne vor zwei Jahren rund um die Welt ins Herz der Zuschauer.
Nun aber kommt mit «Mors Elling» ein Prequel zu «Elling» auf die Leinwand. Erzählt wird, wie Elling mit seiner betagten, aber geistig vifen Mutter nach Mallorca reist, wo sie stirbt. Die Story basiert, wie schon beim Vorgänger, auf einem Roman von Ingvar Ambjornson, der insgesamt vier Elling-Roman schrieb. Regie führte diesmal Eva Isaksen, nicht wie in «Elling» Petter Naess.
Tatsächlich ist der zweite «Elling»-Film einiges düsterer und weniger unterhaltsam als sein Vorläufer. Ein Grund dafür liegt zum einen in der Figur Ellings, die - obwohl von Per Christian Ellefsen wiederum mit Verve gespielten - diesmal um einiges rüpelhafter, ungehobelter, menschenfeindlicher und brüskierender auftritt. Elling wirkt dadurch zwar nicht weniger glaubhaft, bringt sich aber doch um einen Grossteil seines Charmes. Ausserdem lag ein grosser Teil des Reizes, der «Elling» ausmachte, in der verschrobenen Partnerschaft zwischen Elling und seinem Kumpel Kjell Bjarne. Seine Beziehung zur Mutter, von Grete Nordra an sich nicht schlecht gespielt, kommt diesem Witz und subtilen Humor nie auch nur nahe.
Was zwischen Elling und seiner Erzeugerin passiert, ist eine letzte, ernsthafte Auseinandersetzung im Angesicht eines angekündigten Todes. Die Mutter versucht ihrem Sohn verzweifelt zu vermitteln, was sie vierzig Jahre nicht vermitteln konnte. Wie schlecht dies klappt und wie tief die beiden in ihrer neurosegeschwängerten Beziehung stecken, ist nicht lustig anzuschauen, sondern höchstens tragisch.
Bezeichnenderweise kriegt im Rahmen dieser Auseinandersetzung auch das zweite, Elling nachhaltig plagende Element - nämlich seine unbefriedigte, unausgelebte und immer wieder pochende Sexualität - einen eher seltsamen Beigeschmack. Nein, «Mors Elling» ist, obwohl der Film in seiner Heimat fulminant startete, nicht bloss nur halb so witzig wie sein Vorläufer, sondern leider von einer Belanglosigkeit, die immer wieder an der Grenze öder Langeweile kratzt. [Irene Genhart]
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Linus: Elling nervt diesmal leider nur... |
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Jolanda: Ich fand den Film toll! Habe erst die Kritik der R... |
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Astrid: ansprechend... |
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Mehtap: langweilig... |

