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Zimmer 1408

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«Zimmer 1408»: Bewertung des Publikums

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 Filmkritik
«1408»: Bewertung der Redaktion
Vierstern-Spuk

Kaum sah es so aus, als ob Horror-Filme sich auf Folterexzesse reduzieren lassen würden, da schaltet der Schwede Mikael Håfström die Kettensäge aus und präsentiert mit «1408» eine nach Stephen King inszenierte Geister-Geschichte von altem Schrot und Korn. Und das mit John Cusack als Gefangener eines bösen Hotelzimmers.

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Mike Enslin (John Cusack) verdient sein Geld damit, Spukführer für schauerlustige Reisende zu schreiben. Seit dem Verlust seiner Tochter von seiner Frau getrennt, schlaf-wandelt er auf der Suche nach von Geistern besessenen Schauplätzen durchs Leben. Ausgestattet mit Sensoren und Infrarot-Lampen mutiert er zum Agnostiker, der kaum an ein Leben vor oder nach dem Tod zu glauben scheint. Mit dieser Ansicht checkt er in das Zimmer «1408» im New Yorker Hotel «Dolphin» ein. Vom Hotel-Manager (Samuel L. Jackson) auf dss Eindringlichste gewarnt, er solle den Raum besser nicht betreten, taumelt Enslin in die Welt einer vom Bösen heimgesuchten Suite. Man würde nur allzu gerne erfahren, in welchen Hotels Stephen King abzusteigen pflegt. Sei es das «Overlook» in «The Shining», verschiedene Motels oder nun Zimmer «1408»: Seine Erfahrungen in der Welt von Reiseunterkünften scheinen nicht die Besten zu sein.

Ist der Plot überaus schlicht, so verleihen Regisseur Mikael Håfström und John Cusack dem Film dank dem gelungen Drehbuch von Matt Greenberg und dem Autoren-Gespann Scott Alexander und Larry Karaszewski, ein erschauderndes Flair des Komplexen. Cusack bringt dabei sein Charisma als Sympathieträger und Allerweltsmann bestens zum Tragen und zieht den Zuschauer zusehends in seine Welt. Daneben agiert Jackson in einer wunderbar geschriebenen Sequenz als Vorseher und stachelt sowohl Enslin wie auch den Zuschauer an, in das Zimmer hineinzuwollen.

Sadismus war das letzte Rezept für Schauer-Hits. Hügelaugen, Texanische Hinterhöfe oder europäische Jugendherbergen waren die Horte des Schreckens. Es ist fast angenehm zu sehen, dass das Böse nicht mehr nur in Form von maskierten, inzüchtigen «Psychos», sondern auf unterschwellige und erschreckend simple Weise zu gruseln vermag. Mit prägnanten, zuweilen surrealen Bildern montiert und manipuliert Håfström die Zuschauer. Er tut das dermassen effektiv, dass manche Nebenfiguren etwas verloren im Raum stehen, und Enslins Beziehung zu seiner Umwelt nicht jene Tiefe erreicht, um den Schluss vollends berührend zu gestalten. Doch das sind kleinere Versäumnisse, die nichts daran ändern, dass mit «1408» wieder einmal eine starke Stephen King-Verfilmung in die Kinos kommt. [Serge Zehnder]


 Eure Kommentare

Valeria: PS: J. Oliver 1+9=10 10+2=1 und nicht 13!
Cheops: Eine Insel des tatsächlichen und gefühlten Horrors in den Metzel...
Raffaele: ich fand den Film gut.
Thomas: schade gibt's im Kino keine fastforward taste... sterbenslangwei...
Tuvok: Der Zimmerschlüssel hat die Nummer 6214 – Quersumme 13, und...
Tuvok: Ja Handlung gibt es: Er raucht nicht, seine Tochter starb an...

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 Abspann
Originaltitel: 1408
Deutscher Titel: Zimmer 1408
Filmlänge: 104min
Land (Jahr): USA (2007)
Genre: Drama, Horror, Thriller
Besetzung: John Cusack, Paul Birchard, Margot Leicester, Walter Lewis, Eric Meyers, David Nicholson, Holly Hayes, Alexandra Silber, Johann Urb, Andrew Lee Potts, Tony Shalhoub, Emily Harvey, William Armstrong, Kim Thomson, Drew Powell, Noah Lee Margetts, Samuel L. Jackson, Gil Cohen-Alloro, Isiah Whitlock Jr., Benny Urquidez, Mary McCormack, Jasmine Jessica Anthony, Len Cariou, Ray Nicholas, Tina Maskell, Paul Kasey, George Cottle, Julian Spencer, William Willoughby, Angel Oquendo, Thomas A. McMahon, Anthony C. Mazza, Chris Carey, Kevin Dobson, Lily Grace Alexander
Regie: Mikael Håfström
Drehbuch: Matt Greenberg, Scott Alexander, Larry Karaszewski, Stephen King
Kamera: Benoît Delhomme
Produktion: Lorenzo di Bonaventura, Jake Myers, Richard Saperstein, Bob Weinstein, Harvey Weinstein, Kelly Dennis, Antonia Kalmacoff, Jeremy Steckler
Startdatum: 13.09.2007
FSK: ab 16 Jahren

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