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Untraceable - Filmkritik

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Bei Mausklick Mord

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Längst hat man sich daran gewöhnt, dass das Internet nicht nur Partnervermittlung und kostenloses Lexikon, sondern auch ein Hort des Bösen ist. Hier finden Kannibalen ihre Opfer und treiben sich Lustmolche in Chatrooms herum. Kein Wunder also, dass mit «Untraceable» nun auch Hollywood einen Serienkiller im World Wide Web morden lässt.

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Der Täter in diesem Psychothriller geht besonders perfide vor: Langsam quält er seine Opfer zu Tode - und lässt die Zuschauer im Internet live dabei zu sehen. Je mehr Besucher auf die eigens eingerichtete Website klicken, desto schneller lässt der Psychopath den Tod eintreten. Schon der Probelauf mit einem kleinen Kätzchen lockt die sensationslüsternen Internet-User in Scharen auf die Seite, doch natürlich macht der Mörder bald auch vor Menschen nicht halt.

FBI-Agentin Jennifer Marsh (Diane Lane), die mit ihrer Spezialeinheit für Online-Kriminalität die Ermittlungen leitet, ist machtlos, denn die Seite lässt sich nicht zurückverfolgen und Hinweise auf die Identität des Täters gibt es keine. Doch wie sich das gehört für einen Serienkiller-Film, entwickelt sich bald ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Mörder und Ermittlern. Es dauert nicht lange, bis im Netz auch Live-Aufnahmen von Jennifers Haus zu sehen sind und sie auch um ihr eigenes Leben fürchten muss.

Lange war nichts Neues mehr zu hören vom Genre des Serienmörder-Thrillers, das seine Hochzeit in den Neunziger Jahren mit Filmen wie «Das Schweigen der Lämmer» und «Sieben» feierte. Allzu großen Veränderungen hat Regisseur Gregory Hoblit die Gattung allerdings nicht unterzogen, auch wenn die irrationale Willkür des Mörders noch bedrohlicher wirkt, wenn jedes Handy, jedes Navigationssystem und jeder Computer zur Waffe werden kann. Doch bei aller High Tech-Raffinesse und Interaktivität, ist es auch hier letztlich «nur» ein ganz normaler Mörder, der seine Opfer quält.

Neu sind allerdings die Anleihen, die beim derzeitigen Trend des so genannten «Torture Porn» genommen werden. Ähnlich wie im populären Horrorkino à la «Hostel» setzt Hoblit ganz auf Schockeffekte und zeigt die Folterszenen viel expliziter als eigentlich nötig. Das hätte der Spannungsbogen in «Untraceable» nicht nur nicht nötig gehabt, sondern macht auch die Kritik hinfällig, die der Film am verantwortungslosen Voyeurismus der Internet-User übt.

Davon abgesehen allerdings ist der Thriller ein solide und routiniert umgesetzter Genre-Beitrag. Obwohl dem Publikum überflüssig früh die Identität des Mörders verraten wird, nimmt die Erzählung noch die ein oder andere überraschende Wendung und bleibt bis zum Schluss angenehm spannend. Vor allem aber hat sie in Diane Lane eine Hauptdarstellerin, die den Film problemlos im Alleingang trägt. Wie sie, gleichzeitig Jägerin und Gejagte, durchs hübsch verregnete Portland eilt, ist ebenso überzeugend wie sehenswert. [Patrick Heidmann]

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m&m's Martin: Anders als der Titel Glauben machen will, ist der ...
m&m's Urs: ...
m&m's Tuvok: Ernsthafte Untersuchungen einer realen Grausamkeit...
m&m's Tuvok: Die Grausliche Handlung: Also da ist mal die FB...
m&m's Martin: Interessante idee, der Voyeurismus der Menschen wi...