The Boat that Rocked: Radio Rock Revolution - Interview
| Originaltitel: | The Boat that Rocked |
| Land (Jahr): | Grossbritannien (2009) |
| Genre: | Comedy, Drama, Music, Romance |
| Filmlänge: | 129min |
| Regie: | Richard Curtis |
| Kinostart: | 16.04.2009 |
| Drehbuch: | Richard Curtis |
| Kamera: | Danny Cohen |
Bill Nighy: «Wir waren eine tolle Truppe!»
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Der Engländer mag keine Filme in denen er selbst mitspielt und hat sich «The Boat that Rocked» dennoch angesehen.
Es ist schön Dich wieder zu sehen Bill. Geniesst Du es hier an der Premiere in London zu sein, die Fans zu treffen und mit dem Publikum den Film anzuschauen?
Ich werde den Film nicht mit Publikum anschauen. Das ist ein Alptraum. Aber alles andere hier finde ich super. Es war besonders angenehm diesen Film zu drehen. Man kann sich das auch gut vorstellen, bei dieser Auswahl von coolen Leuten die mitgewirkt haben. Wir sind auf diesem Boot herumgesegelt und haben Musik gehört. Und das alles in der Frühlingszeit für sechs Wochen. Es ist schön nun hier zu sein und den Film zu präsentieren.
Und auch die Fans zu treffen.
Ja es ist wirklich schön. Wir haben sogar auch Go-Go-Tänzerinnen da oben. Sie müssen wahrscheinlich unglaublichen frieren. Ich fühle mich, als wäre ich bei einem Dreh von einem Musikvideo.
Hattest Du bereits die Möglichkeit den Film zu sehen und was denkst Du darüber?
Ja ich habe ihn bereits gesehen und es ist ein wunderbarer Film geworden. Es ist einer dieser Filme, bei denen man sich nachher besser fühlt. Ich komme ja auch darin vor und normalerweise schaue ich keine Filme in denen ich zu sehen bin. Ich versuche das zu vermeiden, denn ich sehe mich selber überhaupt nicht gerne. Ich mag das nicht. Aber diesen Film wollte ich unbedingt sehen. Und er hat mich zum Lachen gebracht. Es ist ein lustiger, schräger, schöner und verrückter Film mit vielen tollen Schauspielern. Und natürlich mit viel guter Musik. Ich wusste ja mit welchen guten Schauspielern ich zusammen arbeiten werde. Und es hat sich schlussendlich herausgestellt, dass wirklich alle wundervolle Menschen sind. Wir waren eine tolle Truppe.
[Bill Nighy wurde interviewt von Portmann Media]
Richard Curtis: «Wir hatten alle ein wenig Angst vor Philip Seymour Hoffman»
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Der Regisseur und der Schauspieler über die Arbeit auf dem Rock-Boot.
In deinen Filmen sind die Figuren immer sehr menschlich und normal und ich denke, das ist vielfach auch der Grund, weshalb sie so lustig sind. Woher hast du die Ideen für all diese verschiedenen Charakteren?
Richard: In diesem Film geht es um ein Piratenradio. Es sind zehn DJs die alle auf einem Boot leben. Ich dachte mir es wäre witzig, wenn sie alle eine grosse Persönlichkeit hätten. Du musst dir die zehn berühmtesten Personen ddeines Landes auf einem Boot vorstellen. Sie sind zwar nicht gezwungen an demselben Ort zu arbeiten, aber zusammen zu essen und zu schlafen. Am Anfang stehen also diese zehn grossen Persönlichkeiten. Doch mit der Zeit beginnt man sie unterscheiden. Der Eine ist etwas traurig und der Andere etwas unsicher. Langsam fängt man an Charakterzüge von Personen die man kennt oder von denen man gehört hat in diese Figuren hineinfliessen zu lassen. Sie formen sich sehr langsam. Aber eigentlich haben sie sich um Carl herum geformt. Wenn Toms Figur auf dem Boot ankommt, wollte ich, dass es Jemand gibt, der sehr nett und jemand der nicht so nett zu ihm ist. Man fängt mit einer Person an und baut das Ganze von ihm aus auf.
Wenn man aus dem Kino kommt, wünscht man sich, ebenfalls in den 1960er Jahren leben zu können. Tom was hast Du für eine Beziehung zu dieser Zeit und der Musik?
Tom: Als ich zehn oder elf Jahre alt war, hat mir mein Vater ein paar Platten gegeben. Darunter waren The Rolling Stones, The Beatles, The Beach Boys, The Kinks oder The Who. Aber die meiste Musik habe ich während den Dreharbeiten kennengelernt. Hauptsächlich weil Richard so grosse Kenntnisse der damaligen Musik hat. Eigentlich kennt er alles was seither produziert wurde.
Richard: Wir haben immer Musik gehört. Wir waren 140 Leute und trafen uns morgens um sechs Uhr. Anschliessend sind wir mit dem Boot ungefähr einer Stunde auf das Meer hinaus gefahren. Während dieser Zeit haben wir sehr laut Musik gehört. Dasselbe auch in der Mittagszeit. Ich glaube jeder der an diesem Film mitgearbeitet hat, ist nach den Dreharbeiten ein Experte wenn es um die Musik der 1960er Jahre geht. Speziell von The Turtles. Ich liebe diese Band!
Wie waren die Dreharbeiten mit all diesen lustigen Schauspielern?
Tom: Meine schauspielerische Erfahrung war, wenn auch nicht exakt, die Gleiche, die meine Figur Carl im Film erlebt. Carl wird auf dieses Boot geschickt, um mit Leuten zusammenzuleben, die er verehrt. Und so war es auch für mich als Schauspieler.
Richard: Also hast du nicht geschauspielert?
Tom: Nein, das war kein Schauspiel.
Richard: Warum haben wir Dich dann bezahlt? Vielleicht haben wir Dich auch gar nicht bezahlt.
Tom: Ich muss nochmals meinen Vertrag anschauen.
Also hast du grosse Ähnlichkeit mit Carl?
Tom: Ja ich denke schon. Oder was denkst du Richard?
Richard: Ich könnte keine Unterschiede nennen.
Tom: Es war wirklich kein Schauspiel und ich schäme mich fast es als einen richtigen Job zu bezeichnen. Wir haben die Erfahrung der Figuren im Film wirklich gelebt. Wir sind zusammen am Morgen mit dem Boot hinausgefahren, haben uns den Sonnenaufgang angesehen und Musik gehört. Wir haben dieses Leben wirklich gelebt.Richard: Und wir haben uns alle etwas von Philip Seymour Hoffman gefürchtet.Tom: Ja stimmt.
Konnten die Schauspieler bei den Dreharbeiten viel improvisieren?
Richard: In meinen Filmen müssen die Schauspieler normalerweise immer genau das sagen, was ich will. Aber bei diesem Film war einfach zu viel los. Es waren 14 Leute in einer Szene. Also haben wir beschlossen, dass sich jeder mehr in seine Rolle vertiefen muss als sonst. Wir hatten anstatt einer Kamera, die abwechselnd die eine oder andere Person filmte, auf der Schulter jedes Schauspielers eine Kamera installiert. Wer auch immer dann etwas sagte, wurde gefilmt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum das Meiste im Film nicht wirklich scharf ist. Es ging auch darum, dass sich die Schauspieler bewusst waren, dass sie ihre Figur wirklich jeden Tag total verkörpern mussten. Sie konnten sich nicht sagen, dass sie es etwas ruhiger angehen konnten, nur weil sie heute nicht viele Text haben.
[Richard Curtis, Tom Sturridge wurde interviewt von Portmann Media]
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