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Karate Kid

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 Filmkritik
«The Karate Kid»: Bewertung der Redaktion
Im Reich der Tritte

Here comes the son: Will Smiths Sprössling Jaden lässt sich im Remake des gleichnamigen Kultfilmes zum nächsten Jackie Chan ausbilden - vom ewig jungen Altmeister persönlich. Er schlägt sich wie ein Grosser.

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«Strom sparen, Erde retten.» Es finden sich einige verblüffende Weisheiten in diesem Film, die man der Jugend von heute gern ins Grün hinter die Ohren schriebe oder wenigstens ins Facebook. «Die besten Kämpfe sind die vermiedenen», ist noch so eine, die jetzt vielleicht überraschend kommt. Weniger, weil hier Kung-Fu gekämpft wird, obwohl der Film «The Karate Kid» heisst, was er natürlich tut, weil er muss - als das Remake jenes Klassikers aus den 1980ern, den man trashiger in Erinnerung hat, als er gewesen sein mag. Aber wo gibt's denn so was? Einen als Hausmeister verkleideten Sportlehrer (Jackie Chan), der offen fürs Nichtstun einsteht.

Nicht den Hauch von «Ökologik» atmet der Umstand, dass der pazifistische Mr. Han seinen Kleinwagen für immer im Wohnzimmer abgestellt hat, vor dessen Fenster er den schwarzen Amerikaner (Jaden Smith), den die kriselnde Automobilindustrie mit seiner Mutter (Taraji P. Henson) nach Peking vertrieben hat, in die Kunst des Kung-Fus einführt, damit er seinen neuen chinesischen Mitschülern im scheinbar geschützen Rahmen eines Turniers zeigen kann, wo der berühmte Bartel den Most holt und vor allem mit welchen Mitteln. Auch da orientiert sich das Remake am Original: Es spricht einen Sport stark, der die Fairness nicht mit Füssen tritt, mag es auch um alles gehen. Also die Mädels, den Freund namens Ehre oder den Respekt, den gerade der jugendliche Aussenseiter viel zu selten geschenkt kriegt.

Trotzdem hat sich nicht verhindern lassen, dass sie in Australien «not amused» waren, weil «The Karate Kid» seiner Zielgruppe keine anständige Alternative zum ritualisierten Faustrecht des Stärkeren anbiete. Dabei ist das ein waschechter Familienfilm, in dem sich alle lieb haben, am offensichtlichsten hinter der Kamera. Produziert wurde er von Will Smith, Sohnemännchen Jaden in der Hauptrolle soll die Kicks und Tricks derart rasch beherrscht haben, dass Jackie Chan ihn adoptieren wollte. Vorhalten darf man dem Film (Regie: Harald Zwart) seine Länge. Die ist zur Hälfte dere Exposition geschuldet, die sich als Werbespot für das moderne Peking gebärdet, bevor sie die Geburt des Kung-Fus aus dem Geiste der Alltagsgeste entwickelt.

Nach dem Remake ist vor dem Sequel, so hört man's munkeln. Jackie Chan hat jedenfalls schon mal verraten, wie die Fortsetzung dereinst endet. Wir sagen nur: Hochzeit! [Stefan Gubser]


 Eure Kommentare

Dilek: Es ist bewundernswert, dass Jackie Chan in seinem Alter noch so e...
Hans-Peter: Da hätte man wohl besser einen anderen Filmtitel gewählt den...
Andreas: Sorry verstehe eure positiven Wertungen überhaupt nicht, denn i...
Raphael: Der Film ist zwar ein bisschen unrealistisch, da man Kung Fu ni...
Jasmin: Der Film war Klasse! Jackie Chan einmal anders! einfach grossart...
Monica: Einfach gut gespielt. Der Junge kommt sehr authentisch rüber.

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 Abspann
Originaltitel: The Karate Kid
Deutscher Titel: Karate Kid
Filmlänge: 140min
Land (Jahr): China, USA (2010)
Genre: Action, Drama
Besetzung: Jaden Smith, Jackie Chan, Taraji P. Henson, Wenwen Han, Rongguang Yu, Zhensu Wu, Zhiheng Wang, Zhenwei Wang, Jared Minns, Shijia Lü, Yi Zhao, Bo Zhang, Luke Carberry, Cameron Hillman, Ghye Samuel Brown, Rocky Shi, Ji Wang, Harry Van Gorkum, Tess Liu, Xinhua Guo, Jijun Zhai, Shun Li, Yanyan Wu, Tao Ji, Chen Jing, Wentai Liu, Geliang Liang, Xu Ming, Wen Wen Han, Hannah Joy, Michelle Yeoh
Regie: Harald Zwart
Drehbuch: Christopher Murphey, Robert Mark Kamen
Kamera: Roger Pratt
Produktion: James Lassiter, Chiu Wah Lee, Er-Dong Liu, Jada Pinkett Smith, Will Smith, Ken Stovitz, Jerry Weintraub, Susan Ekins, Sanping Han, Dany Wolf, Solon So
Startdatum: 22.07.2010
FSK: ab 06 Jahren

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