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The Wolfman

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 Filmkritik
«The Wolfman»: Bewertung der Redaktion
Werwolf ohne Herzblut

Alles andere als unblutig, aber dennoch blutleer: Die Neuverfilmung des gleichnamigen Klassikers aus dem Jahr 1941 erstarrt trotz Star-Besetzung, gelungenen Werwolf-Masken und einem leicht modernisierten Drehbuch zur lieblosen Aufzählung wohlbekannter Horror-Klischees.

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England, 1891: Um seinen verschwundenen Bruder zu finden, kehrt Lawrence Talbot (Benicio del Toro) in sein Heimatdorf Blackmoore zurück. Doch er kommt zu spät: Der Vermisste wird kurz vor seiner Ankunft grässlich entstellt in einem Graben gefunden. Lawrence verspricht der Verlobten seines Bruders (Emily Blunt), das Verbrechen aufzuklären und zieht dafür auf das heruntergekommene Anwesen seines tyrannischen und gefühlskalten Vaters (Anthony Hopkins), einem ehemaligen Grosswild-Jäger. Während Scotland Yard von der Tat eines Wahnsinnigen ausgeht, ist die abergläubische Dorfbevölkerung davon überzeugt, dass das Opfer von einem Werwolf getötet wurde. Lawrence nimmt dessen Fährte auf und öffnet damit die Tür in seine eigene, düster und längst verdrängte Vergangenheit.

Da in den letzten Jahren wieder vermehrt Vampire und Zombies auf der Kinoleinwand ihr Unwesen trieben, wollte Joe JohnstonJurassic Park III») auch der Figur des Werwolfs zu einem Revival verhelfen. Die Entscheidung, «The Wolf Man» neu zu verfilmen, ist strategisch nicht unklug, gehört der Film neben «Dracula» (1931) und «Frankenstein» (1931) doch zu den unvergänglichen und einflussreichsten Horror-Klassikern des Universal Studios.

Johnston und den Drehbuchautoren Andrew Kevin WalkerSleepy Hollow») und David SelfRoad to Perdition») schwebte eine zeitgenössisch erscheinende Hommage an Hollywoods alte Gruselfilme aus den 1930er und 1940er Jahren vor. Die düstere Ästhetik des Films orientiert sich deshalb nicht nur stark an der Bildsprache klassischer Horrorfilme, sondern enthält zusätzlich auch moderne Elemente wie ausgedehnte Action-Sequenzen, spektakuläre Special Effects und blutige Schock-Momente. Trotzdem wirkt die Inszenierung über weite Strecken überholt und blutleer, da ständig - und äusserst ironiefrei und lustlos - alte Horror-Klischees zitiert werden. Etwa die mit heftig dräunender Filmmusik unterlegte Hatz durch nebelverhangene Laubwälder oder der aufgebrachte Mob mit Fackeln und Mistgabeln. Ähnlich schablonenhaft wirkt auch die Darstellung der Schauspieler, welche sichtlich unterfordert durch die düstere Umgebung stolpern. Einziger Lichtblick in diesem mittelmässigen Remake ist Hopkins und seine monströse Interpretation eines wahnsinnigen Grosswildjägers. [Cindy Hertach]


 Eure Kommentare

Sabrina: fand den film echt doof - und ausserdem ist es den ganzen filml...
Tizian: eigentlich ne geile geschichte. möglichkeiten weren super gewese...
Elena: schade - die eigentlich tollen Darsteller wirken total hölzern - ...
Tuvok: Also kehrt LAWRENCE, der jahrzehntelang versucht hat, zu vergesse...
Tuvok: Wem ich hervorheben möchte ist Anthony Hopkins, der ja der Haushe...
Tuvok: Meine Meinung, Infos und was weiß ich: 1941 hat es begonnen d...

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Originaltitel: The Wolfman
Filmlänge: 99min
Land (Jahr): Grossbritannien, USA (2010)
Genre: Horror, Thriller
Besetzung: Simon Merrells, Gemma Whelan, Emily Blunt, Benicio Del Toro, Mario Marin-Borquez, Asa Butterfield, Cristina Contes, Anthony Hopkins, Art Malik, Malcolm Scates, Nicholas Day, Michael Cronin, David Sterne, David Schofield, Roger Frost, Rob Dixon, Clive Russell, Oliver Adams, Geraldine Chaplin, Emil Hostina, Rick Baker, Emily Cohen, Jessica Manley, Dave Fisher, Olga Fedori, Hugo Weaving, Lorraine Hilton, Antony Sher, John Owens, Barry McCormick, Jordan Michael Coulson, Ian Peck, Richard James, David Keyes, Shaun Smith, Jake Nightingale, C.C. Smiff, Anthony Debaeck
Regie: Joe Johnston
Drehbuch: Andrew Kevin Walker, David Self, Curt Siodmak
Kamera: Shelly Johnson
Produktion: Sean Daniel, Benicio Del Toro, Scott Stuber, Rick Yorn, Bill Carraro, Ryan Kavanaugh, Stratton Leopold
Startdatum: 11.02.2010
FSK: ab 16 Jahren

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